Dekanin Monika Lehmann-Etzelmüller wird Leiterin des Predigerseminars in Heidelberg. Aktueller Stand Strategieprozess 2032. Carolin Gottfried wurde in den Bezirkskirchenrat gewählt. Der Pfarrstellenfonds wird aufgelöst.
Bericht von der Frühjahrssynode
Im Kirchenbezirk Neckar-Bergstraße war schon alles für die geplante Wiederwahl nach 8 Jahren Amtszeit vorbereitet und die Wahlsynode für Ende März terminiert. Überraschend wurde die Tagesordnung dann geändert. Dekanin Lehmann-Etzelmüller teilte den Synodalen vor der Synode in einem Brief mit, dass sie aufgrund ihres Stellenwechsels nicht mehr für eine Wiederwahl kandidieren könne. Die neue Entwicklung sei auch für sie nicht vorhersehbar gewesen. Auf der Synode erklärte Lehmann-Etzelmüller die veränderte Situation. Die Leitung des Predigerseminars sei für sie eine reizvolle und verlockende Aufgabe. Durch ihre Erfahrung als Pfarrerin und Mentorin für Vikarinnen und Vikare, den erworbenen Leitungskompetenzen im Dekanat und ihre homiletische Arbeit bringe sie viel Nützliches für die Leitungsaufgabe im Predigerseminar mit. In den letzten Jahren hat Lehmann-Etzelmüller zahlreiche Predigtentwürfe veröffentlicht. Sie ist Preisträgerin des Predigtpreises der deutschen Wirtschaft. Dekanin Lehmann-Etzelmüller sprach aber auch über ihr Bedauern, den Kirchenbezirk in einer schwierigen Zeit der Neuorientierung zu verlassen.
Monika Lehmann-Etzelmüller war 8 Jahre lang Dekanin des Kirchenbezirks Neckar-Bergstraße. Die Dekanatsstelle wird nun neu ausgeschrieben.
Das Predigerseminar Petersstift ist die zentrale Ausbildungsstätte für den Pfarrdienst in der Evangelischen Landeskirche in Baden. Die Einrichtung ist gemeinsam mit dem Theologischen Studienhaus im Morata-Haus in Heidelberg untergebracht. Das Vikariat ist der praktische Teil in der Berufsausbildung zur Pfarrerin bzw. zum Pfarrer und wird nach dem Abschluss des Studiums der Evangelischen Theologie absolviert.
Wahlen konnte der Vorsitzende der Bezirkssynode, Pfarrer Andreas Pollack aus Neckarhausen, dann aber doch noch durchführen: Carolin Gottfried wurde in den Bezirkskirchenrat gewählt. Nach dem Stellenwechsel von Suse Best war ein Sitz im leitenden Gremium des Kirchenbezirks vakant.
Weitere Themen auf der Synode waren der aktuelle Stand im Strategieprozess ekiba 2032 und die Auflösung des Pfarrstellenfonds.
Im Bezirk haben inzwischen zwei der drei geplanten Regionalkonferenzen stattgefunden. Derzeit stehen die Diskussionen um die Stellen- und Liegenschaftsplanung im Vordergrund. Sowohl der Bezirkskirchenrat wie auch die Regionen haben Vorschläge erarbeitet. Der Bezirkskirchenrat wird in den nächsten Monaten die Vorschläge und Argumente sichten und diskutieren, um dann einen Masterplan vorzulegen. Die Regionalkonferenzen im Sommer widmen sich der Frage, in welchen Strukturen und mit welchen Schwerpunkten die Gemeinden in Zukunft evangelische Kirche in ihrer Region sein werden.
Der Pfarrstellenfonds des Bezirks bestand seit 25 Jahren. Sein Sinn war, aus erwirtschafteten Zinserträgen Stellenanteile zu finanzieren. Die defensive Zinsentwicklung hat dies zunehmend schwierig gemacht. Die Synode folgte darum dem Vorschlag des Bezirkskirchenrates, den Fonds aufzulösen und die Mittel für Projekte in den Gemeinden zu nutzen. Beispielsweise können Projekte in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder Chorarbeit auf diese Weise finanziert werden.
